By the way: thefuntheory.com

Einige von euch kennen die Seite bestimmt. Es gibt sie ja nicht erst seit Heute. Dennoch werfe ich immer wieder gerne einen Blick darauf und entdecke immer wieder ein paar spannende Projekte. Unter anderem hatte ich auch bereits über das daraus entstandene fast lane project geschrieben.

Die Seite funtheory.com ist ein von Volkswagen gegründetes Projekt um Leute davon zu überzeugen, dass man gewisse Gewohnheiten und ein gewisses Verhalten sehr einfach ändern kann. Es geht vorrangig darum die Aspekte Sicherheit und Innovation im Straßenverkehr von einer anderen Seite zu betrachten. Dabei spielt es weniger eine Rolle wie viel man ändern muss, sondern, dass die Änderung eine wesentliche Erleichterung und zusätzlichen Nutzen bringen soll.

Ich kann die Seite nur empfehlen, es sind schon einige tolle Projekte und Kampagnen daraus entstanden;)

Bildquelle: thefuntheory.com

Buchempfehlung: „Die Narzissmusfalle“ – Reinhard Haller

Ich freue mich ja immer, wenn Sonntags auf Ö3 im „Frühstück bei mir“ interessante Persönlichkeiten von Barbara Stöckl interviewt werden. Umso spannender war es vergangenen Sonntag (5. Mai 2013), als auch das „Ländle“ wieder mal vertreten war. Dr. Reinhard Haller ist ein bekannter Psychiater und stammt ursprünglich aus Mellau im Bregenzerwald. Er ist ärztlicher Leiter des Vorarlberger Behandlungszentrum für Suchtkranke und auch ein besonders bekannter und renommierter Gerichtsgutachter.

Sein neuestes Buch trägt den Namen: „Die Narzissmusfalle: Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis“ und ist im Ecowin Verlag erschienen. Im Lexikon definiert wird der Narzissmus synonym verwendet für übersteigerte Selbstliebe oder Ichbezogenheit. Haller spricht im Ö3-Interview jedoch mehr von einer Ichsucht. Es stellt sich die Frage in wie weit unsere Gesellschaft wirklich in einer Narzissmusfalle geraten kann oder bereits steckt bzw. wie wir uns davor schützen können? Oder in wie weit uns das im täglichen Leben belastet?

An dieser Stelle kann ich zum Buch leider keine Rezession abgegeben, da ich es noch nicht mein Eigenen nennen kann. Ich möchte es euch aber dennoch empfehlen – es klingt sehr vielversprechend.

>> Amazon – Die Narzissmusfalle: Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis

>> Wikipedia – Narzissmus

>> Podcast – Ö3- Interview „Frühstück bei mir“

>> Kolumne von Christoph Winder „Menschen die sich zu sehr lieben“ Der Standard 10. Mai 2013

Rückblick DMX Austria 2013, Wien

Enttäuschend! Dieses Eigenschaftswort bringt es wahrscheinlich am besten auf den Punkt. Was ist da bloß passiert bei der Organisation dieser Veranstaltung? Wenn ich auf eine Fachmesse für digitales Marketing gehe, dann erwarte ich mir Innovationen, Branchentrends und Zukunftsszenarien.

Das Format der DMX ist ja eigentlich logisch und gut aufgebaut. An zwei Tagen gibt es nahezu pausenlos Vorträge die digitale Welt betreffend. Wer das nicht will, kann sich im Expo-Bereich mit Herstellern und Anbietern von Software und Dienstleistungen unterhalten und sein persönliches Netzwerk erweitern oder Probleme besprechen. Zudem gibt es auch Workshops in denen Themen vertieft behandelt werden.

Was ist mit der digitalen Kommunikationsbranche los?

Meine letzten zwei Besuche der DMX waren eigentlich recht informativ und richtungsweisend. Ein bunter Mix aus SEO-Trends, E-Mail-Marketing, digitale Marketingkampagnen oder auch das Thema des Mobile-Marketing wurde geboten. Natürlich kam in gewisser Weise die Eigenwerbung in den Vorträgen nicht zu kurz. In diesem Jahr konnte die Messe aber in keiner Weise meine Ansprüche erfüllen. Nicht nur, dass die Vorträge gespickt voll waren mit Eigenwerbung und Selbstlob. Hinzu kommt, dass die Inhalte der Vorträge im weitesten Sinne, entweder als Marketing-Grundkurs zu verstehen waren oder einfach nur aus den vergangenen Jahren erneut präsentiert.

Wo bleibt da bitte die Innovation? Wo der Zukunftstrend? Ein Branche die von der zunehmend digitalen und stets vernetzten Welt ihren größten Profit zieht, stellt sich dar, als ob sie keine Ahnung davon hat, wie sie ihren Kunden ansprechen und von neuen Ideen beeindrucken soll!? Okay, ein bisschen Wind kann aus den Segeln genommen werden, die Keynotes stellten teilweise Zukunftsperspektiven dar. Aber die waren eben begrenzt. Die Enttäuschung war auch bei den Besuchern spürbar.

Soziale Netzwerk als Indiz.

Dass die Hemmschwelle in sozialen Netzwerken weitaus geringer ist, wissen wir. Aber dennoch gilt es dieses Medium als Indiz zu sehen und nicht außer Acht zu lassen. Eine Welle der Empörung war folglich auch unter dem Hashtag der DMX ( #DMX2013 ) erkennbar.

Apropos soziale Netze. Der Boom dieser ist ja nach wie vor unbeschreiblich. Wäre das eigentlich nicht die perfekte Möglichkeit für digitales Marketing? Wer allerdings nach Workshops, Vorträgen oder Unternehmen die in dieser Weise etwas anbieten auf der DMX gesucht hat, war fehl am Platz. Eine ganze Branche hinkt entweder hinterher, oder der Veranstalter versteht unter dem Format der Messe neuerdings etwas anderes.

Der Wunsch nach einer Fachmesse für digitales Marketing bzw. digitale Kommunikation ist definiert spürbar und erwünscht– aber bitte nicht in dieser Form. Oder um es in der Sprache der sozialen Netzwerke zu sagen: #fail

JWV Frühjahrsveranstaltung 2013

Der Stargast der heurigen Frühjahrsveranstaltung war Dr. Armin Wolf. Ja, genau, DER Wolf, der Anchorman der ZIB2. Jetzt denkt man sich im ersten Augenblick „Wie der kommt denn nach Vorarlberg?“ Erstens natürlich mit dem Flieger und zweitens ist ihm die geografische Nähe gar nicht so unbekannt, da Herr Wolf ja bekanntlich aus Tirol stammt. Hört man ihm aber auch wirklich nicht an.

Die heurige Frühjahrsveranstaltung stand unter dem Motto: „Wie Social Media, Konsum und Kunden verändern.“ Dass die Otten Gravour bei einem solchen Stargast aus allen Nähten platzt war anzunehmen. Die Gelegenheit den bekanntesten Twitterer Österreichs und wahrscheinlich gefürchtetsten Interviewer im österreichischen Fernsehen einmal live zu erleben, ließen sich nur wenige entgehen.

Jetzt zu den Inhalten
Wahrscheinlich ist Armin Wolf nicht der Einzige der sich mit Zahlen, Daten, Fakten, Konsum und Verhalten im Social Media ein wenig auskennt und beschäftigt. Viel spannender war jedoch die Art seines Vortrags. Packend, fesselnd, mitreißend und sehr überzeugend wurde von ihm einiges an Theorie und praktischen Inhalten, gepaart mit Emotionen, Witz, Charme und Humor dargestellt. Nervosität für diesen Herrn faktisch ein Fremdwort. Selten einen so guten Redner gesehen – Gratulation!

Wer sich mit Social Media etwas befasst, der ist natürlich schon etwas aufgeklärt zu diesem Thema, dennoch hier ein paar Inhalte die mir hängen geblieben sind. 

Grundsätze in der Kommunikation auf Social Media
Die Kommunikation auf Social Media-Plattformen unterscheidet sich doch sehr von herkömmlicher digitaler Kommunikation und vor allem von den klassischen Medien. Wie kann ich mich also abheben und wie bin ich erfolgreich? Dazu drei Punkte:

  1. Ankommt, was unterhaltsam ist
  2. Was nützlich ist wird beachtet
  3. Empfehlungen sind das A&O der Social Media-Kommunikation 

Ein Beispiel vielleicht was unterhaltsam ist? >> Charlie bit my finger – again! Immerhin mehr als 500 Millionen mal gesehen. Laut Armin Wolf, kann die Familie mittlerweile von diesem Video leben !

Wusstet ihr eigentlich, dass mehr als 68% der Facebook-Nutzer unter 35 ist? Und das Social Media-Kanäle es sogar soweit gebracht haben, dass verärgerte Kunden mit ihren kaputten Geräten in Geschäfte gehen und sagen: „Geld zurück, oder ich twittere Sie!“ Schon irgendwie brutal, welche Macht die sozialen Medien eingenommen haben. Natürlich ließ es sich Herr Wolf auch nicht nehmen, die wohl bekanntesten Social Media-Hoppalas darzustellen und zu zeigen, dass man vielleicht doch mit Konzept und gut überlegt an die ganze Sache herangehen sollte.

Von Pril-Hähnchen-Spülmittel, bis über den Bud-Spencer-Tunnel und die Chuck-Norris-Brücke war alles dabei in seinem Vortrag. Danke für diese Beispiele, das sollte wohl einigen Personen auch die Augen geöffnet haben, obwohl viele der Social Media-Hoppalas meiner Meinung nach auch mit einem gesunden Menschenverstand vermieden werden könnten.

Zum Schluss noch zwei Sachen: wissen Sie eigentlich was in 10 Sekunden auf Social Media passiert? Wirklich beeindruckend >> Social Media Counts Oder wissen sie wann StudiVZ stirbt? >> Wann stirbt StudiVZ.net

Fazit
…fällt heuer etwas kürzer aus: Super Veranstaltung, Toller Redner, klasse Vortrag, kein einziges Mal langweilig. Liebe JWV – bitte mehr davon!!

Google’s Brille

„OK Glass“…so beginnt man in der Regel das Kommando um der neuen Google Brille (Google Glass) einen Auftrag zu geben. Dabei ist es möglich alle Funktionen die Google mittlerweile über das Internet zur Verfügung stellt, zu nutzen.

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„The next big thing“ – biegbar?

Am Sonntag befand sich die USA wieder einmal im jährlichen Ausnahmezustand: Super-Bowl! Ich bin ja auch für den Sport zu begeistern, fragt mich aber bitte nicht nach Details. Das Event hat aber einen sehr tollen Nebeneffekt: die größten Konzerne weltweit streiten sich um Sendeplätze für ihre neuen Werbespots. Teilweise werden die Spots sogar extra für den Super-Bowl erstellt und auch nur beim Event selbst ausgestrahlt. Und was könnte momentan spannender sein, als der Kampf zwischen Apple und Samsung?

Super-Bowl-Spot von Samsung

Im neuen Werbespot setzt Samsung auf Hollywood-Schauspieler wie Seth Rogers und Paul Rudd, die regelrecht um das neue Samsung-Gerät kämpfen. Aber was ist es denn nun? Ein (Galaxy-) Tablet oder ein Smartphone?

Wie die futurzone berichtet, steckt hinter dem Werbespott Scott Trattner, der die beliebte „Get a Mac“-Kampagne entwickelt hatte. Jedoch muss ich ehrlich gestehen, dass mir die Kampagne wenig zusagt. Warum? Wo bleibt die Innovation? Wo bleibt die Begeisterung für das neue Gerät? Wo bleiben die kleinen aber feinen Hinweise auf neue Funktionen, Design oder Anwendungsmöglichkeiten. Also ehrlich Samsung, wenn ihr den Kampf gegen Apple gewinnen wollt, dann müsst ihr eure Kunden schon ein bisschen mehr begeistern.

Biegbar?

Da gefällt mir der Spot zu den biegbaren Smartphones schon wesentlich besser. Aus einem Smartphone mal schnell ein Tablet machen: Display vergrößern durch einrollen oder biegen!! Wenn das mal nicht nur eine Zukunftsillusion bleibt…

Google Street View – Grand Canyon

Vielleicht könnt ihr euch noch an meinen Beitrag zu Google Street View und das Projekt „Grand Canyon“ erinnern? Google hat das Projekt jetzt fertiggestellt und die Bilder sind verfügbar. Ich war schlichtweg begeistert und habe eine geraume Zeit beim Durchsehen der Bilder verbracht. Weiters habe ich mir bei der Gelegenheit auch gleich das Projekt zur „Rhätischen Bahn“ angesehen. Auch über dieses Projekt hatte ich berichtet. Aber macht euch am besten selbst ein Bild!

>> Hier geht’s zu Google’s Strett View

P.S. Es lohnt sich auch die anderen Galerien mal anzusehen;)

Into the Mind

Into the Mind. Einfach nur ein Wintersportfilm? Nein, nicht ganz. Als begeisterter Wintersportler und Fanatiker des Schneetreibens habe ich schon einiges an Filmproduktionen gesehen. Leider, sind einige der Produktionen mittlerweile „Selfmade“ bzw. auf Masse ausgerichtet und eben nur „Eine von Vielen“. Das was aber im Herbst 2013 auf uns wartet mit dem Titel „Into the Mind“ scheint absolut vielversprechend zu sein. Brillante Qualität und Detailliebe sowie einzigartige und kreative Ausführungen mit höchster Kameratechnik gepaart. Ich bin entzückt!

Into The Mind – Official Teaser from Sherpas Cinema on Vimeo.

Das Gesetz der Kurve

Über die neue Porsche Caymann-Kampagne bin ich gestolpert als ich heute die Website zeit.de geöffnet habe. Zuerst habe ich mir noch gedacht, ja ganz lässig, da kann man sich Farbe und Felgen seines Porsches auswählen und dann ansehen. Das reicht aber nicht aus um mich von Hocker zu hauen. Nach dem Betätigen des „Losfahren“-Buttons ist dann auch die Kampagne buchstäblich „losgefahren“:)

Eine eigene Microsite für die Vermarktung des Caymann wurde eingerichtet: Modell auswählen, Antrieb, Interieur, Farbe, Felgen und Zusatzausstattung. Nach dem das Wunschmodell fertiggestellt ist bitte einmal die Play-Taste drücken! Eine wirklich sehr gute Video-Animation zeigt das erstellte Modell in voller Action im Straßenverkehr. Ich war aber nicht nur von der grafischen Umsetzung begeistert sondern auch vom dazugehörigen Sound und der Einfachheit in der Erstellung. Kampagne begeistert und macht Spaß – fehlt nur noch das nötige Kleingeld, sich das Auto wirklich zu leisten.

>> Hier geht’s zur Micro-Site mit dem Webspecial „Das Gesetz der Kurve“

One for all

Als absoluter Skifan wundert es mich ehrlich gesagt, dass ich den Spot erst jetzt entdeckt habe. Liegt wahrscheinlich daran, dass der Spot ziemlich lang ist und deshalb nicht im TV ausgestrahlt wird. Jedoch fragt man sich: Ist das Kreativ-Team von Head auf neuen Wegen?

Im Spot haben sich die Ski-All-Stars von Head zu einer witzigen Story zusammengeschlossen. Gemeinsam statt einsam geht es auf ins Skigebiet um deren Wunsch nach frischem Schnee und ein paar Schwüngen mit Brettern die für manche schon immer die Welt bedeuteten. Zu blöd, dass nur ein paar Ski an Board ist und dieses natürlich jeder benutzen will.

Am Ende gewinnt dann aber doch…?
>> Wenn ihr es wissen wollt, hier geht’s zum Spot 

Nespresso…what else?

Bestimmt habt ihr schon den neuen TV-Spot von Nespresso gesehen? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit. Da hat sich Nestle nämlich wieder mal was ganz spezielles einfallen lassen. Es funktioniert momentan wohl nicht’s besser, als seinen Kunden absolut in den Mittelpunkt zu stellen. Kunden sollen zu Fans werden und müssen durch eine spannende Story (siehe auch Buchempfehlung rechts;) „geködert“ werden. George Clooney bildet nun schon seit Beginn der Nespresso-Kampagnen das Testimonial und macht auch in dieser Story wieder eine gute Figur. So ist nicht nur der Star der ‚Star‘, sondern auch Ms. Martin – denke mal von nebenan!?

Interaktiv für den Nutzer
Und jetzt noch was ganz lobenswertes. Es gibt nicht nur den Spot, der die Story am Stück erzählt sondern auch die interaktive Variante, die gespickt voll ist mit Produktvorzügen und den Nutzen für den einzelnen Kunden. Ganz klar Kunde und Nutzen in den Fokus stellt. Das lob ich mir, nenne es kundenfreundlich und brilliant umgesetzt. Probiert es aus, es macht echt Spaß. Gratulation an Nestle.

>> Link zur neuen Nespresso-Kampagne

Bildquelle: Nespresso

Time to change!

Ja, es war wirklich langsam an der Zeit, dass sich was verändert. Und deshalb habe ich den Schritt gewagt und es einfach getan. Ehrlich gesagt habe ich ja schon länger damit spekuliert diesen Wechsel durchzuführen aber man hat dann ja doch noch Barriere in sich;)

Mit dem Re-Launch meiner Website habe ich auch das System dahinter gewechselt. Schlaue Benutzer haben es sicher durch ein paar Klicks erkannt: die neue Seite läuft auf WordPress.

Ja, warum jetzt das? War Joomla nicht mehr gut genug? Nein, nicht nur…

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Tekom Tagung 2012, Wiesbaden

Einen kleinen Rückblick über die vergangene Tekom-Tagung in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Ich beschäftige mich nun schon seit meiner Zertifizierung mit „Technischer Kommunikation“ und muss sagen, dass ich auch dieses Jahr auf der Tagung wieder einige neue und spannende Projekte, Technologien und Anbieter gesehen habe. Das ist vielleicht auch schon das Thema, das wir ansprechen sollten. Was gibt’s neues?

Die Daseinsberechtigung für technische Dokumentation muss längst nicht mehr diskutiert werden. Der Vorzug von immer mehr technischen Geräten in den Haushalt und die steigende Zahl der „Elektrotechnik“ in allerlei Sparten des Maschinenbaus, der der KFZ-Herstellung und unzähligen weiteren Branchen ist nicht mehr aufzuhalten. Steigende Komplexität der Projekte, der Anlagen und der Endgeräte sind die Folge. Aber es geht noch weiter. Alle diese Geräte sollen nicht nuruntereinander vernetzt sein – Geodaten, technische Kennzahlen und Fehler an einen Server senden – sie sollen am Besten auch noch von Smartphones, Tablets oder über eine Web-App steuerbar und kontrollierbar sein. Und das zu jeder Tages und Nachtzeit.

Spätestens jetzt ist auch klar, dass man all diese Geräte nicht mit einem kleinen feinen unprofessionellen Benutzerhandbuch steuern, warten und bedienen kann. Und…es ist auch klar, warum technische Redakteure heutzutage ein weitaus größeres Wissen aufbringen müssen. Warum Sie sich für mehrere Systeme, Technologien, Programmiersprachen, Branchenspezifikas, Produktionsvorgänge, Steurungen, Design-Instrumente und Programme, Normen und Vorschriften interessieren (müssen)!

Aber jetzt zurück zur Tagung…

Augmented Reality in der Technischen Dokumentation
Letztes Jahr noch ein wenig verpönt und mit großer Skepsis gesehen, wurden heuer doch einige spannende Projekte vorgestellt. Sowohl für den Endverbraucher als auch für die Anwendung im B2B-Bereich. Samsung hat beispielsweise die Gebrauchsanleitung für die  Wechslung einer Tintenpatronen in einem Drucker auf’s Handy gebracht…>>siehe hier.

Oder VW lässt mit dem Fahrzeug-Service der Zukunft einen kleinen Blick in ihr „Trainings-Center“ werfen...>>siehe hier.

Acrolinx
Hat mich letztes Jahr noch das Autorenprogramm Congree so fasziniert, ist heuer Acrolinx wieder mächtig im Rennen. Ein paar Vorteile hat das System ja offensichtlich doch mehr. Studien belegen, dass die Prüfung von geschriebenem Text in Echtzeit für die Autoren eine sehr nervende Angelegenheit ist und den Schreibfluss und die Konzentration maßgeblich beeinträchtigt. Deshalb setzt Acrolinx auch nicht auf eine Echtzeitprüfung sondern bleibt dabei, dass nach geschriebenem Text die Prüfung manuell „angeworfen“ werden muss. Was dem Autor hilft, soll mir recht sein.

Ein großer Vorteil der mir jetzt ganz gut gefallen hat, ist die internationalität. So kann die stilistiche Prüfung nicht nur in Deutsch, sondern auch in weiteren Sprachen durchgeführt werden (Informationen welche Sprachen verfügbar sind, gibt es bestimmt auf der Website). Das scheint mir vor allem dann wichtig, wenn Unternehmen den ersten großen Schritt in Sachen internationalität wagen und als Konzernsprache z. B. Englisch einführen. Ich glaube nämlich nicht, dass jede/r Mitarbeiter/in in einem Unternehmen über die sicheren Englischkenntnisse verfügt und sich traut seine Gesprächsprotokolle oder Anweisungen in englisch zu verfassen. Da kann Acrolinx schon sehr hilfreich sein.

Und ein letzter Punkt der auch noch ganz spannend sein kann… Möchte man seine bestehenden TMS-Daten mit dem gerade geschriebenem Text abgleichen (um z. B. Übersetzungskosten zu sparen) wird auch hier gleich die stilistische Prüfung „angeworfen“. Man weiß ja oft nicht, wie alt die TMS-Daten schon sind und ob damals alles nach den stilistischen Regeln von heute verfasst wurde.

Technische Doku im E-Paper und Mobile Apps
Ja, die mobilen Geräte sind auf dem Vormarsch… Aber seid ihr es auch leid, das Blätter-PDF auf dem iPad nicht ansehen zu können. Oder das normale PDF ständig hin und her scrollen zu müssen? Die Hersteller aller Arten sind sich da aber leider auch noch nicht einig, welches Format denn nun Plattformübergreifend und mit allen Special-Effekts funktionieren soll. ePup, .folio oder doch Apples iBook? Zudem ist es momentan noch ein ziemlich langwieriger und komplizierter Prozess, die Dokumente aus dem normalerweise verwendeten Layoutprogramm (vorwiegend InDesign) 1:1 in das Tablet-Layout zu bringen. Da warten wir am Besten noch ein wenig ab und sehen was die nächste Tekom-Tagung bringt.

Zum Thema App aber noch eine kleine Empfehlung. Schaut euch den Garant ToolScout der Hoffmanngroup mal genauer an. Ist im iTunes-Store verfügbar. Umgesetzt wurde das Ganze von der >>Tanner AG, die an dieser Stelle auch ein heißer Tipp sind, falls ihr was in diese Richtung vorhabt.

Google Maps bald auch im Grand Canyon

Eigentlich war es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis eine dieser Meldungen erscheint. Nach dem sich der Internetriese zuvor Straßen, Schiene (siehe ältere Posts) und letztens auch das Great Barrier Reef schnappte, kam diese Woche die Meldung: „Google Street View im Grand Canyon“.

Dieses Projekt unterscheidet sich allerdings von den vorigen dadurch, dass dieses Mal richtige „Manneskraft“ gefordert ist. Es gibt nämlich dummerweise keine Autostraßen, Schienen oder Unterwasser-Vehikel die mal kurz die Landschaft abfotografieren. Vollbepackt mit einem Rucksack, der natürlich das nötige Equipment beinhaltet, dürfen sich nun einige Google-Mitarbeiter/innen auf mehrere Wochen bzw. Monate der Wanderung freuen.

Frische Luft soll ja bekanntlich gut tun. Da bleibt nur noch zu wünschen, dass die Mitarbeiter/innen gutes Schuhwerk haben und das Wetter halbwegs mitspielt.

Hier der Link zum offiziellen Blogeintrag

Bildquelle: Google

One Thing

Die meisten Leser meines Blogs wissen, dass ich ein Fan von anspruchsvollen Werbekampagnen bin. Wahrscheinlich ist auf Grund der älteren Posts auch ganz einfach zu erkennen, dass ich vor allem die Kampagnen von Autoherstellern sehr oft näher betrachte. Ein Hersteller, der seit einigen Jahren immer wieder mit kreativen Kampagnen auffällt, ist „Volkswagen“.

Vielleicht ist euch schon die neue TV-Werbung „One Thing“ aufgefallen…? Ganz gezielt wird der Zuschauer mit Fragen konfrontiert:

  • „Wenn du im Leben nur einen Film sehen könntest, welcher wäre es?“ oder
  • „Wenn du an nur einem Ort Leben könntest, welcher wäre es?“

Schlussendlich löst sich das Ganze mit der Frage: „Wenn du dich im Leben auf nur ein Auto verlassen könntest, welches wäre es?“ auf. An diesem Punkt steht fest, dass es sich um eine Kampagne rund um den neuen Golf handelt. Längst ist klar, dass man bei VW in der Kommunikation nicht mehr nur auf Leistung und technische Daten setzt, sondern vielmehr auf die Beziehung zwischen den Menschen (Käufern, besser Kunden) und den Werten die die Marke mit sich bringt. Es geht um Emotionen und Gefühle die damit verbunden werden und die auf ihre Art und Weise die ganz spezielle Bindung zwischen dem Kunden und der Marke herstellen.

Macht euch selbst ein Bild unter http://www.onething.com – Es gibt auch was zu gewinnen;)